Ausgangslage

Potenzial an herausforderndem Ort

Die Areale Hagnau und Schänzli befinden sich an einer planerisch herausfordernden Schnittstelle: Einerseits liegen sie inmitten von drei Gemeinden, zwei Kantonen und zentralen Verkehrsachsen. Andererseits erstrecken sie sich entlang der Geländekante zwischen dem Siedlungsraum und der Brüglingerebene. Dadurch finden sich im direkten Umfeld unterschiedlichste Gebäude-, Freizeit- und Grünräume.
  

 

Bisher suboptimal genutzt

Die Hagnau-Areale sind durch die gleichnamige Strasse in einen östlichen und einen westlichen Teil gegliedert. Während Hagnau-Ost der Swisscanto Anlagestiftung gehört und durch die HRS Real Estate AG entwickelt wird, hat Hagnau-West mehrere Grundeigentümer. Beide Seiten sehen grosses Entwicklungspotenzial, denn heute sind die Flächen unterdurchschnittlich und vornehmlich durch Gewerbe genutzt. Der Gemeinderat teilt diese Einschätzung und lancierte 2015 auf Initiative einiger Grundeigentümer ein kooperatives Planungsverfahren. Damit entsprach er auch der von der Gemeindeversammlung auferlegten Quartierplanpflicht. In diesem Schritt sah der Gemeinderat die einmalige Möglichkeit, gemeinsam mit den Grundeigentümern und der Bevölkerung auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Dazu gehören u. a. die die zunehmende Wohnungsknappheit und die sich verändernden Nutzungsansprüche an den öffentlichen Raum.

Schänzli übernimmt wichtige Rolle

Getrennt durch die St. Jakobs-Strasse und die Tramlinie 14 fügt sich das Schänzli an die Hagnau-Areale. Mit seiner grossen Ausdehnung entlang der Birs bietet es viel Spielraum für eine ausgewogene Verteilung von Siedlung und Landschaft. Deshalb verfolgten die Gemeinde und die Grundeigentümer Hagnau von Anfang an eine gleichzeitige Entwicklung aller drei Areale. Grundeigentümer des heute schlecht und unattraktiv angebundenen Schänzli ist der Kanton Basel-Landschaft. Die Gemeinde übernimmt es im Baurecht und kann es unter finanzieller Beteiligung der Hagnau-Investoren zu einem Natur-, Freizeit- und Naherholungsraum entwickeln. Damit entspricht sie nicht zuletzt einem langjährigen Wunsch der Stimmbevölkerung, die bereits 2009 beschloss, dass das Schänzli unbebaut bleiben und zu einer Grünzone mit revitalisierter Birs werden soll.